
Christian Sepp wuchs in München und im Salzburger Land auf und zeigte schon früh große Begeisterung für antike Mythen, europäische Herrscherfamilien und gute Geschichten. Sein Vater hoffte, ihn durch eine Ausbildung zum Bankkaufmann an Zinsen und Zahlen zu interessieren, aber seine Leidenschaft blieb die Geschichte.
So studierte er in den 1990er Jahren an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität Neuere Geschichte, Mittelalterliche Geschichte und Politische Wissenschaft. Seine Magisterarbeit schrieb er bei Winfried Schulze über die deutsch-englischen Beziehungen im 16. Jahrhundert. Nachdem er sein Studium mit Auszeichnung abgeschlossen hatte, forschte er ein halbes Jahr als Stipendiat des Deutschen Historischen Instituts in London. Nach einigen Jahren im Filmgeschäft, wo er bis zum Produktionsleiter einer namhaften Footage Agentur aufstieg, holte ihn sein Interesse wieder ein. 2013 machte er sich als Historiker und Autor selbständig, um einem lange gehegten Wunsch nachzugehen.
Ein Jahr später erschien sein erstes Buch: »Sophie Charlotte. Sisis leidenschaftliche Schwester«. Die erstmals im August Dreesbach Verlag veröffentlichte Biografie über Herzogin Sophie Charlotte in Bayern (1847-1897) avancierte zu einem Erfolgsdebüt. Das Buch erlebte in kurzer Zeit drei Auflagen bevor es 2023 in einer überarbeiteten Neuausgabe im Allitera Verlag erschien. Außerdem wurde die Biografie ins Ungarische übersetzt.
Im März 2019 erschien sein zweites Buch, ebenfalls eine Biografie über ein weibliches Mitglied des Hauses Wittelsbach. Mit »Ludovika. Sisis Mutter und ihr Jahrhundert« legte Christian Sepp die erste Biografie der bayerischen Königstochter vor und konnte anhand von zahlreichen, bisher nicht genutzten Quellenbeständen viele fehlerhafte Narrative über Herzogin Ludovika in Bayern (1808-1892) korrigieren.
Seine Archivstudien zu »Ludovika« bescherten ihm sein nächstes Projekt: Eine wichtige Quelle zur Geschichte der herzoglichen Linie des Hauses Wittelsbach sind die Aufzeichnungen von Herzogin Amelie in Bayern (1865-1912), verheiratete Herzogin von Urach. Diese waren bisher nur als Abschrift bekannt, Christian Sepp gelang es, das Original aufzuspüren. Der erstmals komplett transkribierte Text erschien 2021 im Allitera Verlag unter dem Titel »Erinnerungen an Großmama. Die Aufzeichnungen von Amelie von Urach über Herzogin Ludovika in Bayern« .
Seine bisher umfangreihste Quellenarbeit führte 2025 zur Publikation der Biografie »Caroline. Bayerns erste Königin«. Für dieses erste Buch über das Leben von Königin Caroline von Bayern (1776-1841), der Mutter von Ludovika und Großmutter von Sophie Charlotte, verwendete Christian Sepp über 500, bisher unbekannte Briefe von Caroline an ihren Ehemann, König Max I. Joseph, von denen man über Jahrzehnte angenommen hatte, sie wären vernichtet worden. Die Biografie wurde kurz nach ihrem Erscheinen mit dem Publikumspreis der litera bavarica ausgezeichnet.

