Christian Sepp | Ludovika

Ludovika
Sisis Mutter und ihr Jahrhundert

München: August Dreesbach Verlag 2019
496 S., 36 €
ISBN 978-3-944334-87-5

Als Ludovika 1808 am bayerischen Königshof zur Welt kommt, ist Europa fest in der Hand von Napoleon, und München fängt gerade erst an, aus seiner Provinzialität herauszutreten. Über achtzig Jahre später neigt sich das Leben der bayerischen Prinzessin dem Ende zu. Inzwischen ist nicht nur die Stadt, sondern auch die Welt eine andere geworden: Statt der Kutsche reist man mit der Eisenbahn, im herzoglichen Palais klingelt das Telefon und Bayern ist Teil des Deutschen Kaiserreichs. Vor diesem Panoptikum des 19. Jahrhunderts entfaltet sich das Leben einer eigenwilligen Frauenpersönlichkeit und ihrer berühmten Familie.

Obwohl die Herzogin durch die »Sissi«-Filme als Mutter der österreichischen Kaiserin durchaus eine gewisse Popularität genießt, wurde sie von der Forschung bisher nur wenig beachtet. Weit über 120 Jahre nach ihrem Tod begibt sich der Historiker Christian Sepp auf Spurensuche. Zahlreiche Briefe und weitere bislang unveröffentlichte Quellen dokumentieren eine historische Zeitenwende. Der Autor gibt Ludovika endlich eine Stimme und lässt sie aus dem Schatten ihrer berühmten Verwandtschaft treten. Dabei gelingt es ihm, das eindrucksvolle Bild einer Persönlichkeit zu formen, die durch Witz und Aufrichtigkeit besticht.

Stimmen zum Buch:

»Es gibt nicht viele Historiker, die es wie Christian Sepp schaffen, auf der Basis historischer Fakten das Leben längst verstorbener Menschen in einer spannenden Geschichte lebendig werden zu lassen.«

Carolin Philipps, Historikerin und Autorin zahlreicher Biografien

»Sepps elegant geschriebenes Buch über die Herzogin und ihre Zeit ist eine faszinierende bayerische Geschichtsstunde.«

Natalie Killinger, Abendzeitung, 07./08.12.2019

»Drei Jahre hat Christian Sepp in Archiven zugebracht, Briefe und unveröffentlichte Quellen studiert, und nun ein unterhaltsam zu lesendes Buch über Ludovika geschrieben, das 120 Jahre nach ihrem Tod mit so manchem Vorurteil aufräumt.«

Astrid Amelungse-Kurth, Münchner Merkur, 3.07.2019

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